Frankfurter Römer-Koalition fordert freies Schwimmen mit freiem Oberkörper in städtischen Bädern
Das Schwimmen mit freiem Oberkörper in städtischen Bädern in Frankfurt – Ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung
Die Römer-Koalition in Frankfurt plant, das Schwimmen mit freiem Oberkörper für alle Menschen in den städtischen Bädern einzuführen. Dieser Schritt soll die Gleichberechtigung unterschiedlicher Geschlechter fördern. In einer anderen Stadt in Hessen ist dies bereits möglich und auch in Frankfurt soll es bald Realität werden, sofern die Stadtverordnetenversammlung dem Antrag zustimmt.
Die Volt-Fraktion betont in ihrer Mitteilung, dass damit auch weibliche oder weiblich gelesene Personen die Möglichkeit haben sollen, sich mit unbekleideten Oberkörpern in den Bädern aufzuhalten und zu baden, wenn sie das möchten. Das Badepersonal soll in Workshops geschult werden, um den Umgang mit Diskriminierung und heteronormativen Zuschreibungen zu thematisieren.
Die Anpassung der Haus- und Badeordnung ist ebenfalls Teil des Plans. Der bisherige Passus, der besagt, dass der Aufenthalt im Nassbereich der Bäder nur in üblicher Badekleidung gestattet ist, soll um den Nebensatz ergänzt werden, dass diese zumindest die primären Geschlechtsmerkmale bedecken müssen.
Die Entscheidung der Römer-Koalition folgt dem Beispiel Wiesbadens, wo bereits seit Sommer vergangenen Jahres das Schwimmen ohne Oberbekleidung erlaubt ist. Damit möchte Frankfurt ebenfalls eine offene, vielfältige und fortschrittliche Stadt sein. Ein konkreter Anlass für diese Initiative war ein Vorfall in Göttingen, bei dem eine nicht-binäre Person aus einem Schwimmbad verwiesen wurde, weil sie ihren Oberkörper nicht als „angemessen“ bekleidet hatte.
Die Diskussion um die Gleichberechtigung beim Schwimmen wird also auch in Frankfurt weitergeführt. Die Einführung des Schwimmens mit freiem Oberkörper für alle in den städtischen Bädern wäre ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Akzeptanz und Inklusion. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadtverordnetenversammlung dem Antrag zustimmt und Frankfurt damit ein weiteres Zeichen für Vielfalt setzt.









