Hessen: Bußgelder bei körperlicher Gewalt in Mietwohnungen

Belastungsstrafen für Angeklagte nach Schlägen im Mietshaus in Hessen

Belastungsstrafen nach Schlägen im Mietshaus: Urteil gefällt

Ein Vorfall, der bereits fast acht Jahre zurückliegt, wurde nun vor Gericht verhandelt und endlich ein Urteil gefällt. In einem Mietshaus in Frankfurt-Schwanheim kam es im Mai 2016 zu einem brutalen Angriff, bei dem zwei Brüder schwer verletzt wurden. Die Täter verwendeten Baseballschläger, Messer und Tritte, um ihre Opfer zu attackieren. Nun wurden zwei der Täter vom Landgericht Frankfurt zu Schutzstrafen von jeweils zwei Jahren verurteilt.

Bei der Tat handelte es sich laut Schwurgerichtskammer um gefährliche Körperverletzung. Die Angeklagten hätten sich zwar von weiteren Gewaltattacken gegen die Bewohner der Wohnung zurückgehalten, dennoch sei eine Verurteilung zu Schutzstrafen gerechtfertigt. Der Streit entstand offenbar aufgrund einer früheren Beziehung zwischen einem der Brüder und einer der Angeklagten.

In der Nacht des Vorfalls waren bis zu sieben Personen im Mietshaus anwesend, als die beiden Brüder aus dem Bett geklingelt und angegriffen wurden. Einer der Brüder erlitt schwere Verletzungen, unter anderem durch Tritte ins Gesicht. Neben Baseballschlägern kamen auch Messer und Pfefferspray zum Einsatz. Die Polizei konnte nach der Tat nur die beiden Angeklagten ermitteln, die lange auf ihren Prozess warten mussten, da sie nicht inhaftiert waren.

Im Verlauf des Prozesses gaben die Angeklagten zu, an der Attacke beteiligt gewesen zu sein. Mittlerweile haben sie sich jedoch von ihrem damaligen Umfeld distanziert. Das Gericht berücksichtigte dies bei der Urteilsfindung und stellte zudem fest, dass beide eine gute Sozialprognose aufweisen. Einer der Angeklagten nannte zudem die Namen von drei mutmaßlichen Mittätern, was ebenfalls strafmildernd wirkte.

Das Urteil ist bereits rechtskräftig und auch die Staatsanwaltschaft hatte Verwaltungsstrafen verhängt. Der Vorfall zeigt deutlich, wie Gewalttaten langfristige Konsequenzen für alle Beteiligten haben können und wie wichtig es ist, solche Taten vor Gericht zu bringen und angemessen zu ahnden.

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