Eilantrag gegen Besetzung des Berger Kinos in Bornheim gescheitert: Frankfurt Nachrichten berichten

Besetzung des Berger Kinos in Bornheim: Verhandlungen und Ablehnung eines Förderantrags

Das Berger Kino in Frankfurt-Bornheim sorgt derzeit für Aufsehen, denn seit Samstag ist es von einer Gruppe besetzt. Die Besetzerinnen streben die Einrichtung eines queerfeministischen Kinos und Kulturzentrums an, das allen Menschen zugänglich sein soll. Doch die Verhandlungen mit dem Ortsbeirat gestalten sich schwierig, wie aktuelle Entwicklungen zeigen.

Ein zentraler Punkt der Verhandlungen war die Frage nach Fördermitteln, die für die Bereitstellung von Wasser, Strom und Heizung im besetzten Kino benötigt werden. Die Besetzerinnen haben einen Antrag auf die Tagesordnung des Ortsbeirats gesetzt, um über die Bewilligung dieser Mittel abstimmen zu lassen. Doch dieser Antrag wurde offenbar abgelehnt, da die Dringlichkeit nicht mit den Stimmen von CDU, FDP und dFfm gesehen wurde.

Die Besetzerinnen betonen in einer Pressemitteilung die breite Zustimmung aus der Bürgerschaft und die Unterstützung, die sie von den Bewohnern des Stadtteils erhalten haben. Ihr Ziel ist es, einen selbstverwalteten und nichtkommerziellen Raum zu schaffen, in dem Kultur für alle Menschen erlebbar ist. Dafür sind die beantragten Fördermittel als Grundlage für eine funktionierende Infrastruktur dringend erforderlich.

Die Besetzung des Berger Kinos hat auch Unterstützung von anderen Gruppen wie dem AStA der Goethe-Universität und Fridays for Future Frankfurt erhalten. Sie sehen in der Besetzung eine wichtige Aktion gegen die Verdrängung kultureller Orte in Frankfurt und setzen sich für nichtkommerzielle und vielfältige Kulturangebote ein.

Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen mit dem Ortsbeirat weitergehen und ob das Berger Kino langfristig als selbst verwalteter Ort für Kultur erhalten bleiben kann. Die Besetzerinnen haben klar gemacht, dass sie nicht bereit sind, aufzugeben und setzen ein starkes Zeichen für den Erhalt von kulturellen Räumen in Frankfurt.

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