Streik legt öffentlichen Nahverkehr in Hessen lahm – Was fährt und was fährt nicht?
Heute, am 14. März 2024, fängt der Tag für viele Pendlerinnen und Pendler in Hessen wieder einmal mit starken Nerven an. Grund dafür sind die Warnstreiks, die hessenweit im öffentlichen Nahverkehr stattfinden. Die Städte Frankfurt, Kassel, Wiesbaden und Gießen sind von diesem Streik betroffen.
In Frankfurt sind sowohl die U-Bahnen als auch die Straßenbahnen von dem Streik betroffen. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt geht davon aus, dass an allen drei Streiktagen voraussichtlich keine U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt fahren werden. Jedoch fahren S-Bahnen, Regionalverkehr und der Busverkehr planmäßig.
In Kassel sind vor allem die Busse, Straßenbahnen und RegioTrams vom Streik betroffen. Die KVG hat mitgeteilt, dass voraussichtlich weder Busse noch Straßenbahnen der KVG auf den Linien 1 bis 29 fahren. Auch die AST-Linien 91 bis 97 werden voraussichtlich entfallen.
In Wiesbaden wird es durch den Streik zu Einschränkungen bei den Bussen kommen. Die Busse von ESWE Verkehr bleiben in den Depots, jedoch werden die Linien 5, 28, 39 und 46, die von Partnerunternehmern gefahren werden, weiter betrieben. Die Fahrten der Gemeinschaftslinien 6, 9, 33 und 74 sind ebenfalls betroffen.
Auch in Gießen werden weniger Busse als üblich unterwegs sein. Die Busse fahren nach dem Samstagsfahrplan, jedoch werden die an Schultagen üblichen Verstärkungsfahrten nur nach Verfügbarkeit des Fahrpersonals angeboten.
Die Gewerkschaft Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im ÖPNV, wie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, mehr Urlaubstage und zusätzliche Entlastungstage für Schicht- und Nachtarbeit. Die dritte Verhandlungsrunde Anfang März führte zu keinem Ergebnis, was zu den aktuellen Warnstreiks geführt hat.
Die Arbeitgeber haben kein Verständnis für die Streiks und betonen, dass sie bereits ein verbessertes Angebot vorgelegt haben. Der kommunale Arbeitgeberverband erachtet den Streik als überzogen und fordert Verdi auf, schnellstmöglich wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Es bleibt abzuwarten, wie lange die Streiks andauern und inwieweit sie die Pendlerinnen und Pendler in Hessen beeinflussen werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden über weitere Entwicklungen in diesem Thema.









