Streikwelle an deutschen Flughäfen hält an: Tausende Passagiere betroffen
Die Streikwelle an deutschen Flughäfen reißt nicht ab. Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals sorgen weiterhin für Unruhe und lassen Zehntausende Passagiere um ihre Reisepläne bangen. Nachdem in den letzten Tagen bereits an mehreren Flughäfen gestreikt wurde, stehen nun weitere Streiks am Freitag bevor.
Am Donnerstag fanden Warnstreiks unter anderem am Flughafen Berlin statt, was zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen führte. Die Luftsicherheitskräfte legten ihre Arbeit nieder, was es Passagieren unmöglich machte, den Sicherheitsbereich zu betreten. Laut Schätzungen des Flughafenverbandes ADV mussten mehr als 580 Flugverbindungen abgesagt werden und 90.000 Reisende waren betroffen.
Auch am Freitag wird die Gewerkschaft Verdi zu weiteren Warnstreiks aufrufen. Die Luftsicherheitskräfte an den Flughäfen Hannover, Dortmund, Weeze, Dresden, Leipzig und erneut Karlsruhe/Baden-Baden werden die Arbeit niederlegen. Zudem sind auch Streiks in München geplant, vor allem im Bereich Fracht.
Frankfurt, Deutschlands größter Flughafen, ist von den aktuellen Streiks nicht betroffen. Allerdings könnten noch Auswirkungen des zweitägigen Streiks des Lufthansa-Kabinenpersonals zu spüren sein. Die Tarifverhandlungen im Bereich Luftsicherheit gestalten sich schwierig, bisher konnten keine Einigungen erzielt werden.
Verdi fordert eine Stundenlohnerhöhung von 2,80 Euro mit schnellen Mehrarbeitszuschlägen ab der ersten Überstunde, während die Luftsicherheitsunternehmen nur 2,70 Euro in drei Stufen anbieten. Die Verhandlungen werden fortgesetzt, eine sechste Runde ist für den 20. März geplant.
Auch bei der Lufthansa finden derzeit Tarifverhandlungen statt. Das Bodenpersonal fordert 12,5 Prozent mehr Geld, während die Fluggesellschaft bisher nur 10 Prozent angeboten hat. Eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro steht jedoch bereits fest.
Die Situation an deutschen Flughäfen bleibt also weiterhin angespannt, Passagiere müssen mit Einschränkungen und Unannehmlichkeiten rechnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen und Streiks in den kommenden Tagen entwickeln werden.








