Streik bei Lufthansa führt zu fast 1000 Flugausfällen, Frankfurt und München besonders stark betroffen

„Warnstreik bei der Lufthansa: Schnell 1000 Flugausfälle“

Heute Morgen hat bei der Lufthansa ein 27-stündiger Warnstreik des Bodenpersonals begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder an verschiedenen Flughäfen dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Als Folge müssen sich mehr als 100.000 Passagiere auf ausgefallene Flüge einstellen. Dies dürfte zu erheblichen Unannehmlichkeiten für Reisende und Fluggesellschaften gleichermaßen führen.

In Frankfurt und München, den wichtigsten Drehkreuzen der Lufthansa, wurden zwischen 80 und 90 Prozent der geplanten Flüge abgesagt. Darüber hinaus wurden auch an den Standorten Hamburg, Berlin und Düsseldorf Mitarbeiter zum Streik aufgerufen. Die Auswirkungen des Streiks erstrecken sich jedoch über diese Standorte hinaus, da auch Verbindungen von und nach Frankfurt und München gestrichen wurden.

Bei ausgefallenen innerdeutschen Flügen können die Lufthansa-Kunden auf die Bahn ausweichen. Allerdings warnte die Fluggesellschaft davor, zum Flughafen zu kommen, da die Umbuchungsschalter nicht besetzt seien. Kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten stehen über die Webseite der Fluggesellschaft sowie über die Kunden-App und das Service-Center zur Verfügung.

Die CSU kritisierte den Streik und betonte, dass Arbeitskampf ein legitimes Mittel in Tarifkonflikten sei, jedoch sei der Zeitpunkt des Streiks vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen unverständlich und könne für Millionen von Menschen, die auf funktionierende Reiseketten angewiesen sind, erhebliche Unannehmlichkeiten verursachen.

Die Lufthansa rechnet damit, dass der Betrieb bis Freitag wieder normalisiert sein wird. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. Februar in Frankfurt am Main geplant. Verdi fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Lufthansa hat für einen Zeitraum von drei Jahren 13 Prozent mehr Geld sowie eine Inflationsausgleichsprämie angeboten.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der Fluggesellschaft entwickeln werden und welche weiteren Auswirkungen der Streik auf den Luftverkehr haben wird.

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