Kontroverse um „Housing First“ in Frankfurt: Kritik der Römer-Linken und Reaktion von Volt
Die Debatte um das Housing-First-Konzept in Frankfurt spitzt sich zu. Die Römer-Linken kritisieren die Wohnungsgesellschaften in der Stadt, dass das Konzept eher als Marketingstrategie denn als tatsächliche Maßnahme gegen Obdachlosigkeit dient. Dies sorgt für Unmut bei der Volt-Fraktion im Römer, die das Konzept 2021 angestoßen hatte.
Das „Housing First“ -Konzept sieht vor, Obdachlosen zunächst eine Wohnung zu geben und ihnen dann weitere Unterstützung, wie etwa bei der Bekämpfung von Suchtproblemen, anzubieten. Allerdings bemängelt die Linke im Römer, dass die Wohnungsgesellschaften nur eine geringe Anzahl von Wohnungen für Obdachlose zur Verfügung stellen. Der wohnungspolitische Sprecher der Linken, Eyup Yilmaz, kritisiert insbesondere die geringe Anzahl an Wohnflächen, die von den Wohnungskonzernen bereitgestellt werden. Die Zahlen zeigten, dass die Anstrengungen der Unternehmen bei Weitem nicht ausreichen, um die Obdachlosigkeit in der Stadt zu bekämpfen.
Der wohnungspolitische Sprecher Eyup Yilmaz hebt hervor, dass die Wohnungsunternehmen jedes Jahr hunderte Menschen zwangsräumen, die dann oft in die Obdachlosigkeit geraten. Anschließend müssten diese Menschen dann hoffen, durch das Housing-First-Konzept wieder zu ihren alten Vermietern zurückkehren zu können.
Der Fraktionsvorsitzende Martin Huber von Volt im Römer reagierte prompt auf die Kritik der Linken und bezeichnete ihre Haltung als zynisch. Er betonte, dass es bisher keinen anderen wirksamen Ansatz gebe, um Menschen dauerhaft aus der Obdachlosigkeit zu holen. Er verwies darauf, dass die Situation für einige Menschen durch das Housing-First-Konzept bereits erheblich verbessert worden sei.
Die Debatte zeigt, dass das Thema Obdachlosigkeit und die entsprechenden Maßnahmen zur Unterstützung von obdachlosen Menschen in Frankfurt weiterhin kontrovers diskutiert werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Wohnungsgesellschaften und die Stadtverwaltung auf die Kritik reagieren werden und welche weiteren Schritte unternommen werden, um das Problem der Obdachlosigkeit in Frankfurt nachhaltig zu bekämpfen.









