Einsatz im Roten Meer: Fregatte „Hessen“ läuft aus – NDR.de berichtet aus Niedersachsen

„Fregatte ‚Hessen‘ nimmt an EU-Mission im Roten Meer teil“

Die deutsche Fregatte „Hessen“ soll heute von Wilhelmshaven aus zu einer Mission in das Rote Meer aufbrechen. Die Mission hat ein Mandat von der EU und dem Bundestag und dient dem Schutz der Seewege vor Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen.

Der Kommandant der „Hessen“, Fregattenkapitän Volker Kübsch, betonte, dass der potenzielle Einsatz im Roten Meer für das Schiff und die Besatzung einen erneuten Härtetest darstellen wird. Die Bedrohung durch die Huthi-Miliz sei nicht mehr abstrakt, sondern ganz konkret und bestehe aus einer Vielzahl von Waffen, die regelmäßig zum Einsatz kämen. Die Entscheidung über die deutsche Beteiligung an der EU-Mission soll beim nächsten Außenministertreffen am 19. Februar und anschließend im Bundestag beschlossen werden.

Die „Hessen“ wird mit einer Besatzungsstärke von etwa 240 Soldatinnen und Soldaten auslaufen, darunter auch ein Ärzteteam, ein Pfarrer und das Team für zwei Bordhubschrauber. Kübsch betonte, dass man sich in jeder Hinsicht auf das Schiff und die Besatzung verlassen könne und versuchte, den Freunden und Angehörigen der Besatzung die Sorgen zu nehmen.

Die Huthi-Miliz greift seit Wochen Handelsschiffe im Roten Meer an, was die Schifffahrt dort zum Erliegen gebracht hat. Die EU-Mission „Aspides“ soll dazu beitragen, Handelsschiffe vor den Angriffen zu schützen. Die Huthi-Miliz versteht sich als Teil der pro-iranischen „Achse des Widerstands“ im Nahost-Konflikt.

Die Mission zeigt erneut die Bedeutung der deutschen Marine und ihre Beteiligung an internationalen Missionen zur Sicherung der Seewege. Die „Hessen“ hat bereits in der Vergangenheit an NATO-Manövern teilgenommen und zeigt die Vielseitigkeit und Einsatzbereitschaft der deutschen Marine.

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