Großdemo in Frankfurt: 19.000 Menschen setzen ein Zeichen gegen Rechtsruck
Am Montagabend fand in Frankfurt eine Kundgebung gegen den Rechtsruck in Deutschland statt. Das breite gesellschaftliche Bündnis hatte zu dieser Veranstaltung aufgerufen und beeindruckende 19.000 Menschen folgten dem Aufruf.
Die Demonstranten versammelten sich auf dem Römerberg, dem Paulsplatz und dem Mainkai, um ein deutliches Zeichen gegen den Rechtsruck im Land zu setzen. Ursprünglich war nur mit etwa 7.000 Teilnehmern gerechnet worden, aber letztendlich kamen fast 20.000 Menschen zusammen.
Der Oberbürgermeister von Frankfurt, Mike Josef, betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die Demonstranten nicht gegen, sondern für die Menschen demonstrieren. Die Bundesvorsitzende der Omas gegen Rechts, Jutta Shaikh, hielt eine bewegende Rede und wird für ihr Engagement mit der Bürgermedaille der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.
Mehr als 130 Organisationen, Unternehmen, Institutionen, Vereine und Parteien hatten sich dem Demo-Aufruf angeschlossen. Die Kundgebung wurde von Moderatorin Bärbel Schäfer und Philipp Jacks, dem Vorsitzenden des DGB Frankfurt, geleitet. Die Rednerliste umfasste prominente Persönlichkeiten wie Michel Friedman, Sabine Mauderer (Vorstand Deutsche Bundesbank) und Johannes zu Eltz (katholischer Stadtdekan).
Die Kundgebung führte zu Umleitungen im öffentlichen Nahverkehr, da die Straßenbahnlinien und die U-Bahnstation Dom/Römer zeitweise gesperrt waren.
Die Hintergründe für die Demonstration sind die Correctiv-Recherchen zu einem Geheimtreffen in Potsdam Ende November 2023, bei dem die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland geplant worden sein soll. Das Bündnis sieht die Grundlage des Grundgesetzes durch die AfD gefährdet und fordert ein deutliches Zeichen für die Demokratie und Menschenrechte.
Die beeindruckende Teilnehmerzahl bei der Kundgebung in Frankfurt zeigt, dass die Gesellschaft bereit ist, Angriffen auf die Demokratie wirksam entgegenzutreten. Es ist wichtig, dass solche Angriffe nicht unbeantwortet bleiben und dass sich die Menschen für eine liberale, gerechte, offene und soziale Gesellschaft einsetzen.
Die Kundgebung in Frankfurt ist ein weiteres starkes Signal gegen den Rechtsruck und für eine starke Demokratie. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Menschen sich für diese Werte und Überzeugungen einsetzen.









