Lufthansa Warnstreik beendet – Flugverkehr erst am Freitag wieder planmäßig
Heute wollen wir über den Warnstreik des Bodenpersonals der Lufthansa sprechen, der gestern stattgefunden hat. Der Warnstreik hat am Donnerstagmorgen geendet, aber trotzdem können noch Flüge ausfallen. Es wird erwartet, dass der Flugverkehr bei der Lufthansa erst am Freitag wieder planmäßig laufen wird.
Die Gewerkschaft ver.di hatte das Bodenpersonal für Mittwoch an mehreren Flughäfen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen – in Hamburg, Hannover und Bremen kam es zu zahlreichen Ausfällen. In Hamburg wurden am Donnerstagmorgen noch fünf Abflüge und vier Ankünfte der Lufthansa gestrichen. Passagiere sollten den Abflugplan auf der Internetseite des Flughafens prüfen.
Auch in Hannover wurden am Mittwoch alle Lufthansa-Flüge gestrichen und in Bremen gab es ebenfalls Ausfälle. Weitere Standorte wie Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf waren ebenfalls von dem Warnstreik betroffen. Die Lufthansa rechnet damit, dass insgesamt bis zu 90 Prozent der am Mittwoch geplanten Flüge ausfallen werden.
Die Lufthansa hatte davor gewarnt, bei abgesagten Flügen zum Flughafen zu kommen, da die Umbuchungsschalter aufgrund des Streiks nicht besetzt seien. Das Unternehmen rechnete mit mehr als 100.000 betroffenen Passagieren, die ihre Pläne ändern müssen. Kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten stehen über die Internetseite von Lufthansa, die Kunden-App und das Service-Center zur Verfügung. Tickets für innerdeutsche Flüge könnten in Gutscheine für Bahnfahrten umgewandelt werden.
Die Lufthansa-Tochter Eurowings war von dem Warnstreik nicht betroffen, und auch am Donnerstag sollen alle Eurowings-Flüge in Hamburg planmäßig stattfinden. Die Flüge der Lufthansa-Töchter Austrian und Swiss sollten ebenfalls vom Streik nicht betroffen sein.
Hintergrund des Warnstreiks sind die konzernweit laufenden Tarifverhandlungen für die rund 25.000 Beschäftigten am Boden bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Ver.di fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt und eine konzernweit einheitliche Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. Februar in Frankfurt geplant. Ver.di droht mit längeren Streiks, falls der Lufthansa-Vorstand sein Tarifangebot nicht deutlich nachbessert.
Es bleibt also abzuwarten, ob die Tarifverhandlungen zu einer Einigung führen und die Streiks beendet werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.









