Plan für Schulstandort auf der Frankfurter Zeil genehmigt – ehemaliges DB-Gebäude als potenzieller Standort im Gespräch
Die Frankfurter Zeil ist eine beliebte Einkaufsstraße und ein lebendiges Zentrum in der Innenstadt. Doch bald könnte sich dort noch mehr Leben und Bewegung zeigen, denn es steht die Errichtung einer Schule auf der Zeil zur Debatte. Ein entsprechender Antrag wurde bereits verabschiedet und steht somit kurz vor der Realisierung. Aber nicht nur auf der Zeil, auch das ehemalige DB-Gebäude ist als potenzieller Schulstandort im Gespräch.
Die Idee, auf der Zeil eine Schule einzurichten, wurde bereits von den Grünen im Ortbeirat 1 vorgeschlagen. Als Begründung wurde angeführt, dass die Straße aufgrund des Leerstands an Werktagen oft wie ausgestorben wirke und man dem mit einer breiteren Nutzungsmischung, zu der auch Bildung gehört, entgegenwirken wolle. Die exzellente Anbindung an den ÖPNV und der geringe CO2- und Geldverbrauch durch die Umnutzung oder den Umbau eines Bestandsgebäudes wurden als weitere Argumente genannt.
Allerdings gibt es auch Kritik an dem Vorhaben, besonders seitens der CDU und der FDP. Diese sehen die häufigen Demonstrationen und Drogendeals auf der Zeil als potenzielle Störung für die Ruhe und als Gefahr für die Sicherheit der Kinder an. Es wird außerdem bemängelt, dass es in der Innenstadt an Außen- und Sportflächen mangelt.
Des Weiteren ist geplant, dass die Abendhaupt- und Abendrealschule (AHRS) in die ehemalige Deutsche-Bahn-Zentrale im Gallus-Viertel ziehen soll. Die Anmietung dieser Liegenschaft befindet sich momentan auf Ämterebene in der Abstimmung. Grund für den potenziellen Umzug ist die Uhlandschule, die das bestehende Gebäude der AHRS aufgrund von Platzmangel übernehmen soll.
Es ist deutlich erkennbar, dass in Frankfurt ein dringender Bedarf an Schulgebäuden, Klassen- und Fachräumen sowie an Konzepten für den Ganztag und die Inklusion herrscht. Dies wurde auch in einem Brief von Schulleitungen an den Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) deutlich gemacht. Trotz der Bedenken und Kritikpunkte scheint die Idee einer Schule auf der Zeil und der Umzug der AHRS in das ehemalige DB-Gebäude in Bewegung zu kommen.
Es bleibt spannend, wie sich die Diskussion und Planung rund um die Schullandschaft in Frankfurt weiterentwickeln wird. Die Entscheidung dürfte sowohl auf politischer als auch gesellschaftlicher Ebene eine bedeutende Rolle spielen. Es bleibt zu hoffen, dass letztendlich im Sinne der Schülerinnen und Schüler sowie der Bildungslandschaft in Frankfurt die besten Entscheidungen getroffen werden.









