Experten warnen: Kriebelmücken breiten sich durch Klimawandel aus und können Krankheiten übertragen
Die Kriebelmücke, auch bekannt als Pferdebremsen, sind winzige Blutsauger, die durch den Klimawandel ihre Verbreitungsgebiete erweitern. Ein Forscherteam der Goethe-Universität und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums warnt davor, dass sich diese Insekten auch in Hessen ausbreiten könnten. Diese Mücken können Krankheiten übertragen und sind daher eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit von Mensch und Tier.
Die Kriebelmücken sehen aus wie normale Stubenfliegen, sind aber tatsächlich kleine Blutsauger. Die Weibchen raspeln die Haut ihres Wirtes auf und saugen dann den Blutstropfen auf. Dabei verwenden sie Substanzen, die die Haut betäuben und das Blut am Gerinnen hindern. Dies kann zu allergischen Reaktionen oder Sekundärinfektionen führen, erklärt Sven Klimpel von der Forschungsgruppe.
Darüber hinaus können die Kriebelmücken durch ihren Stich Erreger übertragen, die Infektionskrankheiten auslösen. Einer der bekanntesten Erreger ist der Fadenwurm Onchocerca volvulus, der die Onchozerkose, auch bekannt als „Flussblindheit“, verursachen kann. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben bereits über 1,15 Millionen Menschen auf der ganzen Welt durch diese Krankheit einen Sehverlust erlitten.
Die Forscherinnen und Forscher haben in ihrer Studie die Arten der Kriebelmücken in drei Gruppen unterteilt, basierend auf ihren Verbreitungsmustern und ökologischen Ansprüchen. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das Risiko von Krankheitsausbrüchen durch diese Insekten besser einzuschätzen und entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen.
Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit über diese potenziell gefährlichen Mücken informiert ist und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Der Klimawandel und die damit verbundene Veränderung der Verbreitungsgebiete von Insekten wie den Kriebelmücken erfordern eine verstärkte Überwachung und Forschung, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen.









