Eintracht Frankfurt: 140 Eintracht-Fans von Brüsseler Polizei festgenommen | Sport

Festnahme von Ultras: Aufregung vor Eintracht Frankfurt Spiel in Belgien

Was ist denn da passiert?

Vor dem Conference-League-Spiel der Eintracht beim belgischen Tabellenführer Royal Union Saint-Gilloise (2:2) wurden 140 Frankfurter Fans, darunter knapp 100 Ultras (UF97), vorübergehend von der Brüsseler Polizei festgesetzt. Ein Foto der Fans von Eintracht Frankfurt sorgt dabei für Aufsehen.

Auf dem Bild ist zu sehen, wie überwiegend dunkel gekleidete Fans auf dem Boden sitzen. Rücken an Rücken, geordnet in drei Reihen. Auf zwei Seiten sind hohe Zäune zu sehen, auf der anderen stehen Polizisten mit Helmen. Warum handelten die Beamten so extrem?

Die Erklärung: Die festgesetzten Fans konnten zwar am Donnerstag nach Brüssel reisen, durften aber einen Bereich wegen dieses bestimmten Betretungsverbots nicht in den Stadtteil Anderlecht. Nur wer ein gültiges Ticket hatte, durfte mit den Bussen dort hin.

Kurios: Eigentlich hatten die Ultras Karten, aber sie hatten sie nicht dabei. Weil sie die nicht, wie gefordert, am Fan-Treffpunkt, an dem auch die Busse standen, abgeholt haben. Andere Fans hatten ebenfalls Karten und die auch dabei, aber nicht für den Gäste-Block. Das Problem von allen war außerdem, dass sie individuell zum Stadion wollte. Viele hatten ihre Autos im Stadtteil Dilbeek abgestellt, um von dort zu laufen.

Laut einem Sprecher der Polizei wurden die Anhänger vorsorglich in Gewahrsam genommen, um die öffentliche Ordnung zu schützen. Das berichtet das belgische Portal VRT News. Aus Sicherheitsgründen wurden die Anhänger dann so auf den Boden gestellt, um ihre Personalien besser aufnehmen zu können.

Nach Angaben des Bezirksbürgermeisters von Kaudenaarde waren im Bereich der dortigen Schwimmhalle Dilbeek zahlreiche Autos mit deutschem Kennzeichen aufgefallen. Diese müssen zur Gefährdungsanalyse an die Bundespolizei geschickt werden. Zwei Stunden nach dem Spiel durften alle nach Hause.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein