Hessen: Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen Schüler aufgrund von Internet-Trend
Volksverhetzung gegen Schüler: Internet-Trend?
In Hessen ermittelt der Staatsschutz erneut wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Diesmal geht es um zwei Schüler, die Parolen mit strafbarem Inhalt aufgerufen haben sollen. Das Hessische Landeskriminalamt (LKA) warnt vor einem besorgniserregenden Trend in sozialen Netzwerken, der Ermittlungen gegen die Jugendlichen ausgelöst hat.
Die beiden 16-jährigen Schüler stehen im Verdacht, an einer Schule im Lahn-Dill-Kreis „fremdenfeindliche“ Parolen gerufen zu haben. Der Vorfall ereignete sich bereits in der vergangenen Woche, wurde aber erst kürzlich bekannt. Nun ermittelt der Staatsschutz gegen die beiden Jugendlichen.
Der Vorfall ereignete sich in einem Unterrichtsraum der Schule, als ein Zehntklässler Parolen ins Treppenhaus rief. Ein weiterer Schüler verbreitete während des Musikunterrichts ebenfalls Parolen vor Mitschülern und einem Lehrer. Die Lehrkräfte sprachen die beiden 16-Jährigen daraufhin direkt auf ihr inakzeptables und strafbares Verhalten an.
Das LKA warnt, dass das Verhalten der Jugendlichen im Zusammenhang mit einem aktuellen Trend in sozialen Medien steht. Im Rahmen dieser sogenannten Challenge werden Videos veröffentlicht, in denen Menschen zu einem bekannten Popsong solche Parolen rufen. Dabei handelt es sich keineswegs um harmlosen Spaß, sondern um strafbare Handlungen, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen können.
Es ist besorgniserregend, dass rechtsextremistische Gruppierungen die sozialen Medien gezielt nutzen, um ihre rassistischen oder fremdenfeindlichen Ideologien unter jungen Menschen zu verbreiten. Sie nutzen dabei gezielt Trends, die bei Kindern und Jugendlichen „in“ sind.
Das LKA betont die Rolle der Eltern und Erziehungsberechtigten, die die Handy-Nutzung ihrer Kinder im Blick behalten und klare Regeln festlegen sollten. Es ist wichtig, die Kinder bei der Entwicklung ihrer Medienkompetenz zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, kritische oder extremistische Ideologien zu bewerten.
Es ist an der Zeit, dass wir alle Verantwortung übernehmen und die Verbreitung von Hass und extremistischen Ideologien in sozialen Medien bekämpfen. Nur so können wir sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche in einer sicheren und toleranten Umgebung aufwachsen können.









