Pilotenstreik bei Lufthansa-Tochter Discover führt zu Flugausfällen – Solidaritätsstreik auf Lufthansa-Langstrecke angekündigt
Die Pilotenstreiks bei der Lufthansa-Ferienflugtochter Discover sorgen erneut für Unruhe in der Luftfahrtbranche. Am Samstag wurden bei der Tochtergesellschaft der Lufthansa sieben von 16 geplanten Flügen gestrichen, was zu ersten Flugausfällen führte. Der Streik der Vereinigung Cockpit sollte über drei Tage laufen und die Discover fliegt auch von München im Auftrag der Kerngesellschaft Lufthansa.
Der Solidaritätsstreik der Langstrecken-Piloten der Lufthansa, der für Montagvormittag angekündigt wurde, wurde ebenfalls thematisiert. Dieser Streikaufruf ist besonders ungewöhnlich, da die VC erstmalig zu einem Solidaritätsstreik für die Discover-Kollegen aufgerufen hat. Es ist geplant, dass über einen Zeitraum von vier Stunden nur Flugzeuge vom Typ Boeing 787 bestreikt werden, von denen die Lufthansa bislang nur fünf Exemplare besitzt.
Dieser Streikaufruf führte zu Unverständnis bei Lufthansa-Organisationschef Karl Brandes, der betonte, dass die Lufthansa mit der VC einen langfristigen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Er bezeichnete den Aufruf als „mehr als befremdlich“ und wies darauf hin, dass das Ziel der Tarifvertrag sei, einen längerfristigen Tariffrieden ohne Streiks zu erreichen, um das geplante Wachstum der Airline umzusetzen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Solidaritätsstreik auf die Langstreckenflüge der Lufthansa auswirken wird und ob die Gespräche zwischen der Gewerkschaft und der Airline zu einer Einigung führen. Die Situation zeigt erneut die Herausforderungen in der Luftfahrtbranche und unterstreicht die Bedeutung von stabilen Arbeitsbeziehungen für die reibungslose Funktion von Fluggesellschaften.








