Mieter im Frankfurter Ostend klagen über verschmutztes Trinkwasser: Stadt und Opposition uneinig
Das Problem mit verschmutztem Trinkwasser im Frankfurter Ostend ist seit mehreren Jahren bekannt und die Mieterinnen und Mieter sind besorgt über die möglichen Gesundheitsrisiken. Trotz der erhöhten Legionellen- und Bleiwerte in ihren Wohnungen glaubt die Stadt nicht an eine Gesundheitsgefahr, was zu großer Kritik bei der linken Opposition führt.
Seit 2021 klagen die Bewohnerinnen und Bewohner im Frankfurter Ostend über braunes Leitungswasser und erhöhte Legionellen- und Bleiwerte in ihren Wohnungen. Die Linke hat die Stadt bereits im August 2023 aufgefordert, Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserqualität zu ergreifen, was auf wenig Gehör stieß. Die Forderung wurde nun erneut erneuert, da das Problem weiterhin besteht.
Ein Magistratsbericht aus dem Dezember 2023 zeigt, dass das Gesundheitsamt bereits seit 2018 erhöhte Legionellenwerte festgestellt und den Betreiber zu Sanierungsmaßnahmen aufgefordert hatte. Trotzdem hat dies nicht zu einer dauerhaften Lösung geführt, und es mussten sogar temporäre Duschverbote ausgesprochen werden. Darüber hinaus konnte ein erhöhter Bleiwert in einem Wasserhahn auf dessen Substanz zurückgeführt werden, was zu einem Austausch führte.
Die Mieterinnen und Mieter sind verärgert darüber, dass ihnen die Schuld an dem Problem zugeschoben wird, vor allem, da einige Wohnungen angeblich zu wenig Wasser verbrauchen und so das Legionellenwachstum fördern sollen. Die linke Opposition ist der Ansicht, dass das jahrelange Fehlverhalten des Eigentümers die eigentliche Ursache des Problems ist.
Darüber hinaus gibt es Unstimmigkeiten in Bezug auf die Einschätzung der Gesundheitsgefahr seitens der Stadt. Obwohl das Gesundheitsamt die erhöhten Eisenwerte nicht als gesundheitsschädlich einstuft, wurde dennoch ein Duschverbot verhängt, was zu Verwirrung und Unmut bei den Mieterinnen und Mietern führt. Die Forderung nach Transparenz über die Wasserwerte und die Fortschritte der Sanierungsarbeiten wird immer lauter.
Die Mieterinnen und Mieter haben sich bereits in verschiedenen lokalen Gremien über das Problem beschwert und engagieren sich in der „Mieter*innen-Initiative WWJ“. Die linke Opposition kritisiert die Stadtregierung scharf und bezeichnet ihr Verhalten als grob fahrlässig und ignorant.
Es ist dringend erforderlich, dass die Stadtverwaltung die Bedenken der Mieterinnen und Mieter ernst nimmt und konkrete Maßnahmen ergreift, um das Problem mit dem verschmutzten Trinkwasser im Frankfurter Ostend zu lösen. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner haben oberste Priorität und dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden.









