„Sammelabschiebung nach Irak: Christlicher Flüchtling in Gefahr“
Die Abschiebung von 15 Menschen aus Hessen in den Irak am 20. Februar hat für große Aufregung gesorgt. Besonders im Fokus steht dabei der Fall des 25-jährigen Sherzad Albezihi, der in Deutschland zum Christentum konvertiert ist und nun im Irak um sein Leben fürchten muss.
Albezihi war in seiner Heimat zum Christentum übergetreten, woraufhin er von seiner Familie misshandelt wurde und schließlich floh. In Deutschland fand er Unterstützung bei der Frankfurter kurdisch-christlichen Abraham-Gemeinde, arbeitete und plante, demnächst zu heiraten. Doch mit seiner Abschiebung zurück in den Irak ist sein Leben erneut in Gefahr, denn seine Familie will ihn töten.
Seit seiner Abschiebung sind Albezihis Freunde und Unterstützer weiterhin in Kontakt mit ihm, und versuchen, ihn mit einem kurdischen Gemeindepastor im Nordirak zu vermitteln. Doch die Aussichten für eine Rückkehr nach Deutschland sind gering, da seine Konversion zum Christentum bei der Anhörung vor dem Amtsgericht Darmstadt nicht anerkannt wurde.
Der Fall Albezihi wirft auch ein Schlaglicht auf die Lage der Christen im Irak. Laut dem christlichen Hilfswerk Open Doors leben etwa 154.000 Christen im Irak, was einem Bevölkerungsanteil von 0,4 Prozent entspricht. Sie werden von verschiedenen Gruppen, darunter dem „Islamischen Staat“ und schiitischen Milizen, verfolgt und diskriminiert. Der Irak steht auf Platz 16 des Weltverfolgungsindex der Länder, die Christen am stärksten verfolgen.
Die Geschichte von Sherzad Albezihi und die Abschiebung von Christen in den Irak zeigen deutlich, dass die Lage für religiöse Minderheiten in einigen Ländern weiterhin besorgniserregend ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich Lösungen finden lassen, um Menschen wie Albezihi zu schützen und ihnen eine sichere Zukunft zu ermöglichen.









