Netzausbau am Flughafen Frankfurt geplant

Fraport modernisiert Bodenstromversorgung am Flughafen Frankfurt bis 2040

Der Frankfurter Flughafen setzt mit dem Ausbau seines Bodenstromnetzes ein Zeichen für eine nachhaltige Luftfahrt. Fraport plant, bis zum Jahr 2040 die letzten Dieselaggregate, die die Bordsysteme von abgestellten Flugzeugen mit Strom versorgen, durch stationäre Bodenstromanschlüsse zu ersetzen.

Doch dieser Weg ist nicht ohne Herausforderungen. Nicht an jeder Stellposition kann ein Netzanschluss realisiert werden, da umfangreiche Tiefbauarbeiten während des laufenden Betriebs nötig sind. Dennoch hat sich Fraport zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2026 etwa zwölf Positionen mit neuen Anschlüssen auszustatten. Aktuell liegt die Anbindungsquote bei etwa 67 Prozent.

Besonders kritisch sind die sogenannten Durchroll-Positionen, bei denen die Flugzeuge vorwärts rollend die Position verlassen. Hier sind feste 400 Hertz-Bodenstromanlagen aufgrund überirdischer Trafo-Aufbauten nicht möglich. Daher setzt der Flughafen verstärkt auf mobile E-GPUs mit Akku, um den Einsatz von Dieselaggregaten zu reduzieren.

Mit jedem Dieselaggregat, das vom Vorfeld verbannt wird, gelingt es Fraport, jährlich bis zu 30.000 Liter Diesel einzusparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Derzeit sind noch 61 dieselbetriebene Aggregate im Einsatz, aber die Anstrengungen zur Umstellung auf umweltfreundlichere Alternativen werden kontinuierlich fortgesetzt.

Die Modernisierung der Bodenstromversorgung am Frankfurter Flughafen zeigt, dass auch in einem hoch technisierten Umfeld wie der Luftfahrtbranche nachhaltige Lösungen möglich sind. Durch den Einsatz von E-GPUs und den Ausbau des Bodenstromnetzes leistet Fraport einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Luftverkehr. Es bleibt zu hoffen, dass andere Flughäfen diesem Beispiel folgen und gemeinsam an einer umweltverträglichen Zukunft der Luftfahrt arbeiten.

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