Aktien und Kryptos im Rampenlicht: Anleihenmarkt zeigt trotzdem gute Nachfrage
In dieser Woche dominieren Aktien und Kryptowährungen die Schlagzeilen, aber auch der Anleihenmarkt zeigt eine gute Nachfrage, berichten Händler. Besonders gefragt sind Anleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten.
Während die Aktienmärkte Rekorde über Rekorde verzeichnen, geraten Anleihen zunehmend in den Schatten. Dennoch verzeichnet der Anleihenhandel hohe Umsätze. Vor der Veröffentlichung der neuesten US-Inflationsdaten wurden viele US-Staatsanleihen gekauft. Auch Staatsanleihen aus den USA und der Eurozone sind gefragt.
Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen stiegen diese Woche auf bis zu 2,5 Prozent, nachdem sie vergangenen Freitag bei 2,36 Prozent lagen. Heute liegt die Rendite bei 2,45 Prozent.
Die neuesten Inflationszahlen brachten keine großen Überraschungen, der Preisdruck bleibt moderat. Die EZB wird voraussichtlich bis Juni keine Zinserhöhungen vornehmen. Die Inflationsraten in den USA, Deutschland und der Eurozone sind rückläufig.
Im Bereich der Unternehmensanleihen werden Anleihen von Unternehmen wie Sixt, Eon, VW und Grenke mit Laufzeiten bis 2028 und Renditen von 3,24 bis 4,1 Prozent gehandelt. Auch langfristige Anleihen werden nachgefragt.
Negativ entwickelt sich der Anleihenmarkt des Sensor- und Lichtkonzerns AMS-OSRAM, der einen wichtigen Großkunden verloren hat. Im Mittelstandsanleihenbereich konnten Anleihen des finnischen Finanzdienstleisters Multitude zulegen.
Die Aareal Bank meldete einen Gewinneinbruch aufgrund hoher Risikovorsorge im US-Gewerbeimmobilienmarkt. Im Gegensatz dazu stößt die Nachhaltigkeitsanleihe des Reisekonzerns TUI auf großes Interesse.
Insgesamt zeigt sich ein reges Handelsinteresse am Anleihenmarkt, sowohl im Staatsanleihen- als auch im Unternehmensanleihensektor. Die Welt der Finanzmärkte bleibt also auch in dieser Woche spannend und bietet zahlreiche Anlagemöglichkeiten für Investoren.









