Mögliche Finanzhilfe: Hessen prüft Defizit beim Hessentag in Pfungstadt
Der Hessentag in Pfungstadt im vergangenen Jahr endete mit einem Millionen-Defizit für die Stadt. Nun wird darüber diskutiert, wie das Land Hessen möglicherweise finanziell helfen könnte. Die Staatskanzlei in Wiesbaden bestätigte, dass noch keine Entscheidung über die Erstattung der Mehrkosten getroffen wurde, da die eingereichten Unterlagen der Kommune noch geprüft werden.
Das Defizit von mehr als zehn Millionen Euro wurde nach einer Abrechnung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bekannt gegeben. Gründe dafür waren unter anderem weniger Besucher als erwartet und höhere Kosten für die Kernmodule, die vom Land gefordert wurden. Ursprünglich waren die Gesamtkosten auf 8,7 Millionen Euro geschätzt worden, aber aufgrund der gestiegenen Energiekosten und Inflation wurde die Kalkulation auf 10,6 Millionen Euro angehoben.
Die Stadt wurde während des Festes und danach versichert, dass sie nicht alleine gelassen wird und Unterstützung erhalten wird, um das Defizit zu reduzieren. Ein Ausschuss in der Stadt arbeitet nun daran, die Akten zu analysieren und ein Fachanwalt wurde beauftragt, die rechtlichen Angelegenheiten zu klären.
Der nächste Hessentag soll von 24. Mai bis 2. Juni 2024 in Fritzlar stattfinden. Aufgrund der finanziellen Einschränkungen wird das Fest kleiner ausfallen als geplant, so wird die Hessentags-Arena nicht gebaut, die Platz für 15.000 Besucher bieten sollte. Die Forderung der Stadt nach mehr Geld für die Veranstaltung wurde von der Landesregierung abgelehnt.
Es bleibt abzuwarten, wie die finanzielle Situation der Stadt Pfungstadt gelöst wird und ob das Land Hessen entsprechende Finanzhilfen bereitstellen wird. Bis dahin bleibt die Kommune in einer unsicheren Lage, aber hofft auf eine positive Lösung.









