Organspende-Register in Frankfurt Nachrichten – DSO: „Niedrigschwelligkeit muss verbessert werden“

Organspende-Register gestartet: DSO fordert weitere Verbesserungen

Das Organspende-Register ist endlich gestartet und bietet eine weitere Möglichkeit, seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende digital festzuhalten. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt begrüßt die Reform, fordert jedoch weitere Verbesserungen.

Bisher konnten Menschen in Deutschland nur analog verfügen, ob sie nach ihrem Ableben Organe spenden möchten oder nicht. Mit dem neuen Organspende-Register, das am 18. März gestartet ist, können sich nun auch online registrieren lassen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt sich weiterhin für eine Widerspruchslösung ein, bei der alle als Spender gelten, es sei denn es wird widersprochen.

Die DSO begrüßt die Einführung des Online-Registers, da es die bereits bestehenden Möglichkeiten wie den Organspendeausweis oder die Patientenverfügung ergänzt und optimiert. Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der DSO, betont die Sicherheit und Entlastung, die das Register für die Angehörigen bieten kann. Allerdings bezweifelt er, dass die Reform zu einer signifikanten Steigerung der Spendewilligen führen wird. Oft registrieren sich nur diejenigen, die bereits eine Entscheidung getroffen haben.

Rahmel fordert, dass der Zugang zum Register möglichst niedrigschwellig sein sollte, um mehr Menschen ohne Meinung zum Thema Organspende zu erreichen. Die Einführung des Registers sollte daher umfassend kommunikativ begleitet werden, um das Thema in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken. Letztendlich hofft die DSO, dass sich dadurch viele Bürgerinnen und Bürger persönlich, in der Familie oder im Freundeskreis mit dem Thema auseinandersetzen, eine Entscheidung treffen und diese dann auch dokumentieren.

Es bleibt zu hoffen, dass das neue Organspende-Register dazu beiträgt, die Organspendebereitschaft in Deutschland zu steigern und mehr Leben zu retten. Die weitere Entwicklung und mögliche Anpassungen werden sicherlich weiterhin von der DSO und anderen Organisationen beobachtet und diskutiert werden.

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