Fraport erzielt Rekordgewinn, doch Erholung am Frankfurter Flughafen zieht sich hin
Die Erholung am Frankfurter Flughafen zieht sich hin, das Passagieraufkommen bleibt unter dem Vor-Corona-Niveau und es gibt keine Dividende für die Aktionäre. Dies trifft besonders das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die zusammen gut die Hälfte der Fraport-Aktien halten.
Im vergangenen Jahr erzielte der Betreiber Fraport einen Rekordgewinn im Tagesgeschäft. Das Passagieraufkommen stieg in Frankfurt um 21 Prozent auf 59,4 Millionen Fluggäste, blieb aber noch 16 Prozent unter dem Rekordwert von 2019. Der Umsatz stieg um ein Viertel auf vier Milliarden Euro, während der operative Gewinn auf 1,2 Milliarden Euro stieg.
Obwohl der Gewinn für die Fraport-Aktionäre um das Dreifache auf 393 Millionen Euro gestiegen ist, wird aufgrund hoher Schulden aus der Corona-Krise und anstehender Investitionen für 2023 und 2024 keine Dividende ausgeschüttet.
Der Fraport-Vorstand plant nun, die Digitalisierung und Automatisierung voranzutreiben und setzt dabei auch auf künstliche Intelligenz. Bis 2030 soll der Gewinn aus Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 2 Milliarden Euro steigen. Für das laufende Jahr wird ein Anstieg auf 1,26 bis 1,36 Milliarden Euro angestrebt.
Der langsame Erholungsprozess wird vom Fraport-Chef auf die hohen Kosten in Deutschland zurückgeführt. Staatlich regulierte Abgaben und Gebühren haben sich seit 2019 verdoppelt und die geplante Erhöhung der Luftverkehrssteuer und der Luftsicherheitsgebühr verschlechtern die Rahmenbedingungen weiter. Der Manager fordert daher „eine politische Kehrtwende“.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation am Frankfurter Flughafen weiterentwickeln wird und ob die angestrebten Ziele des Fraport-Konzerns erreicht werden können. Die Erholung des Passagiergeschäfts wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor eine Rückkehr zum Vorkrisen-Niveau erreicht werden kann.








