Frankfurter Nachrichten: Tauben im Gallus finden neues Zuhause im Container

Frankfurt eröffnet erstes eigenes Taubenhaus – Stadt setzt auf tierfreundliche Maßnahmen

Die Stadt Frankfurt hat kürzlich ihr erstes eigenes Taubenhaus eröffnet, um die Taubenpopulation tierschutzgerecht zu regulieren. Das Taubenhaus befindet sich in der Frankenallee nahe der Galluswarte und soll bis zu 200 Tauben beherbergen. Die Tiere werden dort mit Wasser, artgerechtem Futter und sogar Attrappen für den Eiertausch versorgt.

Das Projekt wird von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Umweltunternehmen GWR Frankfurt durchgeführt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Tauben-Container auf 15.000 Euro. Die Stadt plant zudem eine begleitende Auswertung, um die Entwicklung der Taubenpopulation, die Menge an getauschten Eiern und den Kot zu überwachen.

Die Idee, Tauben in Containern anzusiedeln, wurde bereits in anderen Städten wie Lüneburg und Braunschweig erfolgreich umgesetzt. Das Augsburger Modell dient hierbei als Vorlage, um die Tauben möglichst tierfreundlich zu behandeln. Auch Veterinäre stehen dem Projekt unterstützend zur Seite.

Trotz des Engagements der Stadt gibt es auch Kritik. Einige Bürger äußern Bedenken, dass die Maßnahmen nicht ausreichen und die Taubenpopulation an anderen Stellen weiterhin für Probleme sorgen wird. Zudem wird angemerkt, dass wichtige Hotspots in der Innenstadt, wie die Konstablerwache und das Gericht, nicht von dem Taubenhaus abgedeckt sind.

Die Stadt Frankfurt plant jedoch, weiterhin mit dem Stadttaubenprojekt zusammenzuarbeiten und auch mit der Deutschen Bahn Vergrämungsmaßnahmen zu koordinieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt entwickeln wird und ob die Maßnahmen ausreichen, um die Taubenproblematik nachhaltig zu lösen.

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