Überschrift: Auswirkungen des Warnstreiks im ÖPNV in Hessen
Am 01. und 02. März haben die hessischen Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr an einem Warnstreik teilgenommen, der von der Gewerkschaft Verdi ausgerufen wurde. Besonders betroffen waren die Städte Kassel, Frankfurt und Wiesbaden. Die U- und Straßenbahnen in Frankfurt sowie der Busverkehr in Marburg und Wiesbaden waren von den Streiks betroffen. In Kassel blieben die Straßenbahnen und Busse der KVG im Depot.
Die Streiks waren Teil einer bundesweiten Aktionswoche, die Verdi in allen Bundesländern außer Bayern durchgeführt hat. In den regionalen Tarifrunden ging es um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Verdi forderte unter anderem kürzere Arbeitszeiten ohne finanzielle Einbußen, längere Ruhezeiten zwischen Schichten und mehr Urlaubstage oder Urlaubsgeld.
Die Verband kommunaler Arbeitgeber wies auf die hohen Kosten hin, die durch die Tariferhöhungen entstehen würden. Sie betonten, dass der öffentliche Personennahverkehr nicht kostendeckend sei und hohe Defizite aufweise. Die Auswirkungen des Streiks waren auch in Frankfurt, Hanau, Kassel, Mittelhessen und Gießen zu spüren, wo Busse und Bahnen nicht fuhren oder Einschränkungen im Betrieb vorhanden waren.
Die Fahrgäste wurden dazu aufgefordert, sich vor Fahrtantritt über mögliche Ausfälle oder Alternativrouten zu informieren. Die Verkehrsgesellschaften empfahlen, kurz vor der Fahrt aktuelle Informationen online abzurufen oder das Servicetelefon anzurufen. Trotz der Streiks organisierte Fridays For Future Demonstrationen für mehr Klimaschutz.
Es bleibt abzuwarten, ob weitere Streiks im öffentlichen Nahverkehr folgen werden. In Bayern war der Tarifvertrag nicht gekündigt, sodass dort nicht gestreikt wurde. Die Aktion war der zweite bundesweit koordinierte Arbeitskampf im ÖPNV in diesem Jahr, der bereits Anfang Februar zu Stillstand in einigen Regionen geführt hatte.









