„Fraport AG: 100 Jahre Geschichte, Gewinne und Herausforderungen“
Am 19. März wird der Flughafenchef von Frankfurt, Stefan Schulte, seine Bilanzzahlen für das Jahr 2023 vorlegen. Es wird erwartet, dass das Unternehmen Fraport AG wieder einen Gewinn von rund 400 Millionen Euro verzeichnen wird. Trotz dieses Erfolges werden die Aktionäre jedoch zum fünften Mal in Folge keine Dividende erhalten, da das Hauptaugenmerk des Unternehmens nach wie vor auf der Sanierung nach der Corona-Pandemie liegt. Die Fraport AG feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
Besonders die Haupteigentümer, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, können auf Dividenden verzichten, solange das Unternehmen finanziell stabilisiert wird und die Schulden aus der Pandemie-Zeit abgebaut werden. Stefan Schulte hat zum Auftakt der Feierlichkeiten „100 Jahre wie im Flug“ unter anderem den ehemaligen Ministerpräsidenten Roland Koch und die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (beide CDU) zu einem Gespräch eingeladen.
Die Geschichte des Frankfurter Flughafens reicht bis ins Jahr 1924 zurück, als die Fraport-Vorgängergesellschaft „Südwestdeutsche Luftverkehrs-AG“ gegründet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich Frankfurt als größter deutscher Flughafen, vor allem aufgrund der Unterstützung durch die USA, die den zivilen Luftverkehr wieder zuließen und Frankfurt als Hauptbasis der militärischen Luftbrücke nach Berlin dienten.
In den folgenden Jahren wuchs der Flughafen rasant und die Notwendigkeit für den Ausbau von Terminals und Landebahnen wurde immer größer. Doch dieser Ausbau stieß auch auf Widerstand, insbesondere im Zusammenhang mit der Baugenehmigung der „Startbahn 18 West“, die zu bürgerkriegsähnlichen Protesten führte. Trotzdem gelang es schließlich, den Flughafen mit breiter Beteiligung der Bürger und Anrainer-Kommunen weiter auszubauen.
Die Corona-Pandemie hat auch den Frankfurter Flughafen stark getroffen. Die Passagierzahlen brachen dramatisch ein, aber das Unternehmen konnte dank Kurzarbeit, zusätzlicher Schulden und gestrichener Dividenden über Wasser gehalten werden. Die Luftfracht hingegen erlebte eine Sonderkonjunktur, was zusätzlich half, die finanziellen Einbußen zu kompensieren.
Trotz dieser Herausforderungen konnte sich die Fraport bereits 2021 in die Gewinnzone zurückkehren. Der Ausblick für die Zukunft ist also positiv, auch wenn die Dividenden für die Aktionäre vorerst ausbleiben.
Es bleibt spannend zu verfolgen, wie sich der Frankfurter Flughafen in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen die anhaltende Pandemie auf die Luftfahrtbranche insgesamt haben wird. Der Flughafen bleibt ein wichtiger integraler Bestandteil der Rhein-Main-Region und darüber hinaus.








