Neue Stromleitungen für Windstrom von der Nordsee nach Hessen- Info-Veranstaltungen starten in Bürstadt
Der „Rhein-Main-Link“ ist ein Großprojekt, das den Transport von Windstrom von der Nordsee nach Hessen ermöglichen soll. Dabei handelt es sich um eine Erdkabelverbindung, die klimaneutral erzeugten Strom aus dem Norden Deutschlands in den Süden transportieren soll. Das Projekt umfasst insgesamt vier Erdkabel-Systeme mit einer Gesamtlänge von über 600 Kilometern, die durch die Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz verlaufen.
Das Ziel des Projekts ist es, Deutschland bis 2045 klimaneutral mit Energie zu versorgen. Der Bau des Rhein-Main-Links soll im ersten Halbjahr 2028 beginnen, und das erste System soll voraussichtlich 2033 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf etwa 15 Milliarden Euro geschätzt.
Die Leitungen sollen bis zu acht Gigawatt Leistung transportieren und damit den Energiebedarf von rund acht Millionen Menschen decken können. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Energiebedarf im Rhein-Main-Gebiet aufgrund der Dekarbonisierung industrieller Prozesse und des zunehmenden Einsatzes von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen weiter steigen wird.
Der Rhein-Main-Link wird große Konverteranlagen erfordern, um den ankommenden Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln und umgekehrt. Die Kabel sollen den Strom mit einer Spannung von 525.000 Volt transportieren, was zu einem verlustarmen Transport großer Energiemengen über weite Entfernungen beiträgt.
Insgesamt ist der Rhein-Main-Link ein wichtiger Baustein für die Energiewende in Deutschland und ein bedeutendes Netzausbauprojekt, das dazu beiträgt, die Ziele der Klimaneutralität zu erreichen. Mit dem Projekt sollen nicht nur große Mengen Windstrom effizient transportiert werden, sondern auch die Versorgungssicherheit und die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz verbessert werden.









