Warnstreik beim Bodenpersonal am Flughafen Frankfurt sorgt für zahlreiche Ausfälle
Am Mittwoch sorgt der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi erneut für zahlreiche Ausfälle am Flughafen Frankfurt. Das Bodenpersonal legt die Arbeit nieder, was dazu führt, dass die Lufthansa mit Ausfällen bei 90 Prozent ihrer Flüge rechnet. Diese Streikankündigung betrifft den größten deutschen Flughafen sowie den Flughafen München am härtesten.
Die Auswirkungen dieses Streiks sind bereits im Vorfeld spürbar gewesen, da rund 80 bis 90 Prozent der geplanten Starts und Landungen der Lufthansa sowie des konzerneigenen Zubringers Air Dolomiti abgesagt wurden. Die übrigen Konzerngesellschaften sowie externe Airlines sind von den Auswirkungen weitgehend unberührt geblieben.
Für Passagiere, deren innerdeutsche Flüge ausgefallen sind, gibt es die Möglichkeit, auf die Bahn auszuweichen. Lufthansa warnt jedoch davor, zum Flughafen zu kommen, da keine Hilfe vor Ort zu erwarten ist. Stattdessen werden kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten über die Webseite der Fluggesellschaft, die Kunden-App und das Service-Center angeboten.
Dieser Warnstreik des Bodenpersonals der Lufthansa ist eine Reaktion auf die derzeit stattfindenden Tarifverhandlungen für die etwa 25.000 Bodenmitarbeiterinnen bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck auf die Arbeitgeberseite, da ein bereits vorgelegtes Angebot in der zweiten Verhandlungsrunde abgelehnt wurde. Kritikpunkt sind unter anderem geringe Lohnerhöhungen und die vorgeschlagene Laufzeit von 36 Monaten.
Letzte Woche hatten bereits Luftsicherheitskräfte mit einem Warnstreik die Reisepläne tausender Passagiere durcheinandergewirbelt. Mehr als 200.000 Menschen mussten ihre Reisepläne ändern, da rund 1.100 Flüge aufgrund des Streiks abgesagt wurden. Verdi hatte die Beschäftigten an elf Flughäfen aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen, um höhere Standards durchzusetzen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Tarifverhandlungen weiterentwickeln und ob weitere Streiks folgen werden. In der Zwischenzeit ist es für Reisende ratsam, regelmäßig die aktuellen Flug- und Streikentwicklungen zu verfolgen und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten zu prüfen.









