„Deutsche Fregatte bricht zum geplanten EU-Militäreinsatz im Roten Meer auf“
Die deutsche Fregatte „Hessen“ bricht heute vom Marinestützpunkt Wilhelmshaven aus auf, um an einem geplanten EU-Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer teilzunehmen. An Bord des Kriegsschiffs werden rund 240 Soldatinnen und Soldaten sein. Die Verlegung des Kriegsschiffes wird die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an dem EU-Einsatz schaffen, obwohl ein EU-Beschluss und ein Mandat des Bundestages noch ausstehen.
Die EU-Mission „Eunavfor Aspides“ sieht vor, mehrere europäische Kriegsschiffe und luftgestützte Frühwarnsysteme zum Schutz von Frachtschiffen in die Region zu entsenden. Dies soll Handelsschiffe vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen schützen. Der Kommandant der Fregatte, Fregattenkapitän Volker Kübsch, betonte die Konkretheit der Bedrohung im Roten Meer und die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Einsatzes.
Sicherheitsexperten haben jedoch Bedenken hinsichtlich der Eskalationsgefahr in der Region und der potenziellen Gefährdung der Fregatte „Hessen“. Die Bedrohung dort sei nun nicht mehr abstrakt, sondern ganz konkret und bestehe aus einer Vielzahl an Waffen, die regelmäßig zum Einsatz kämen. Es wurde darauf hingewiesen, dass ein äußerst gefährlicher Einsatz für die Soldaten und Soldatinnen zu erwarten sei.
Die „Hessen“ ist mit Flugabwehrraketen ausgerüstet und verfügt über ein spezielles Radar, mit dem sie einen Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen kann. Die Flugabwehrraketen können mehr als 160 Kilometer weit reichen. Neben der Stammbesatzung und zwei Hubschraubern sind auch weitere Einsatzkräfte, darunter ein Ärzteteam und ein Militärpfarrer, an Bord.
Der Einsatz der „Hessen“ und anderer europäischer Kriegsschiffe im Roten Meer zeigt die ernsthafte Bemühung der EU, die Handelsschifffahrt in der Region zu sichern und auf Bedrohungen zu reagieren. Trotz der damit verbundenen Risiken ist es ein unerlässlicher Schritt, um die Sicherheit und Stabilität in diesem wichtigen Seehandelsweg zu gewährleisten.








