Deutsche Fregatte „Hessen“ startet zur EU-Militärmission im Roten Meer
Die deutsche Fregatte „Hessen“ bricht heute vom Marinestützpunkt Wilhelmshaven aus zu einem geplanten EU-Militäreinsatz im Roten Meer auf. Mit an Bord sind rund 240 Soldatinnen und Soldaten, die die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an dem Einsatz schaffen sollen. Die „Hessen“ soll bis Ende Februar in dem Einsatzgebiet eintreffen.
Die EU-Mission „Eunavfor Aspides“ plant, mehrere europäische Kriegsschiffe und luftgestützte Frühwarnsysteme zum Schutz von Frachtschiffen in der Region zu entsenden, um diese vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen zu schützen. Der Kommandant der Fregatte „Hessen“, Fregattenkapitän Volker Kübsch, betonte, dass die Bedrohung nun konkret sei und die Besatzung einen erneuten Härtetest erwarte. Sicherheitsexperten warnen jedoch vor den Gefahren des Einsatzes, insbesondere vor der Eskalationsgefahr und der möglichen Bedrohung der Fregatte „Hessen“.
Die „Hessen“ ist mit Flugabwehrraketen ausgerüstet und speziell für den Geleitschutz und die Seeraumkontrolle konzipiert. Mit ihrem Radar kann sie den Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen. An Bord befinden sich neben der Stammbesatzung und zwei Hubschraubern auch weitere Einsatzkräfte, darunter ein Ärzteteam und ein Militärpfarrer.
Die Pläne für die EU-Mission sind eine Reaktion auf die zunehmenden Angriffe der Huthi im Roten Meer, die die Seeschifffahrt gefährden und Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Die Beteiligung der „Hessen“ an diesem Einsatz stellt eine ernsthafte Herausforderung für die Besatzung dar, da die Bedrohung vor Ort hoch und die Gefahren des Einsatzes groß sind.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im Roten Meer entwickeln wird und welche Rolle die „Hessen“ und die anderen beteiligten Kriegsschiffe im Rahmen der EU-Mission spielen werden. Die Sicherheit der Handelsschifffahrt in der Region ist ein wichtiger Schritt für die Stabilität und den Handel in dieser strategisch wichtigen Wasserstraße.









