Genehmigung für den Bau eines Hochsicherheitslabors an der Universität Marburg in Hessen erteilt

Neues Hochsicherheitslabor an der Marburger Uni genehmigt: Kosten von 50 Millionen Euro und Inbetriebnahme für 2026 geplant

Die Marburger Philipps-Universität hat kürzlich die Genehmigung zum Bau eines neuen Hochsicherheitslabors der höchsten Sicherheitsstufe 4 erhalten. Dies ermöglicht es der Universität, die Erforschung hochansteckender Viren weiter auszubauen und zu intensivieren. Die Kosten für den Bau des Labors werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt, wobei ursprünglich 42 Millionen Euro geplant waren, jedoch aufgrund von Baupreissteigerungen angepasst werden mussten.

Das neue Hochsicherheitslabor wird erheblich größer sein als das bereits bestehende Labor der Sicherheitsstufe 4 an der Universität. Es ist für hochkomplexe Forschungsvorhaben konzipiert und wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, sich hochpathogenen Viren wie dem Ebola-Erreger zu widmen. Die Forschung umfasst sowohl Grundlagenforschung als auch vorbereitende Arbeiten zur Diagnostik, Therapie und Impfstoffentwicklung gegen relevante virale Erreger.

Die Inbetriebnahme des neuen Hochsicherheitslabors ist für 2026 geplant. Es wird erwartet, dass mehr als 40 Beschäftigte in dem Labor tätig sein werden, doppelt so viele wie im alten Labor der Sicherheitsstufe 4. Bundesweit gibt es nur vier solcher Hochsicherheitslabore, wobei das Marburger S4-Labor das einzige ist, das von einer Universität betrieben wird.

Die Genehmigung für den Bau des Hochsicherheitslabors ist ein wichtiger Schritt für die Marburger Universität, um ihre Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Virologie und Infektionskrankheiten zu erweitern. Mit dem neuen Labor können zukunftsweisende Forschungsprojekte durchgeführt werden, die einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung hochansteckender Krankheiten leisten können.

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