„Queer-feministische Gruppe besetzt Frankfurter Kino: Aktivisten und Aktivistinnen erobern die Kulturlandschaft“
Queer-feministische Gruppe besetzt Frankfurter Kino:
Ein mutiger Schritt für die Kunstszene Hessens
In der Nacht vom 10. auf den 11. März hat eine queer-feministische Gruppe das ehemalige Berger Kino im Frankfurter Stadtteil Bornheim besetzt. Ihr Ziel: eine „selbstverwaltete“ Kulturstätte zu schaffen und der Verdrängung bezahlbarer kultureller Orte in Frankfurt entgegenzuwirken.
Die Aktivisten und Aktivistinnen wollen mit der Besetzung inspirierende Kultur schaffen und legen den Fokus auf queere und feministische Filme. Bereits gestern wurden Kurzfilme gezeigt, der Eintritt ist frei und es werden Spenden gesammelt.
Das ehemalige Kino war vor drei Jahren geschlossen worden, nach vierzig Jahren Betrieb. Die Immobilie gehört unter anderem dem Grünen-Politiker und Ortsvorsteher Herrmann Steib, der die Besetzung kritisch sieht und an einer Wiederbelebung des Kinos arbeitet.
Die Besetzung des Kinos ist ein mutiger Schritt und ein wichtiges Zeichen für die Kunstszene Hessens. In einer Zeit, in der kulturelle Räume immer mehr verschwinden und die Gentrifizierung voranschreitet, setzen die Aktivisten ein klares Statement für den Erhalt von alternativen Kunst- und Kulturorten.
Es bleibt abzuwarten, wie die Behörden auf die Besetzung reagieren werden und ob es zu einer Räumung des Kinos kommen wird. Doch eins ist sicher: die Aktion der queer-feministischen Gruppe hat bereits jetzt für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt und zeigt, dass der Kampf um kulturelle Freiräume in Hessen noch lange nicht vorbei ist.









