Innenminister kritisiert Ultras nach Ausschreitungen beim Eintracht-Spiel
Innenminister Poseck greift Eintracht-Ultras an – CDU-Politiker kritisiert Fan-Ausschreitungen
Am 25. November kam es während des Bundesligaspiels der Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart zu schweren Ausschreitungen zwischen den Fans und der Polizei. Der neue hessische Innenminister Roman Poseck hat in seinem Bericht zu den Vorfällen die Frankfurter Ultras scharf kritisiert und die Darstellung der Polizei bestätigt. Gleichzeitig ging er nicht auf die mehr als 100 Fan-Berichte ein, die den Abend anders geschildert haben.
Poseck wirft den Ultras eine rechtsstaatsfeindliche Grundhaltung vor und kritisiert ihr Verhalten gegenüber der Polizei. Er betont, dass Ultra-Gruppen mitunter gezielt Konflikte mit den Einsatzkräften suchen und Sonderrechte beanspruchen, die im Widerspruch zur Stadionordnung stehen. Als Beispiel nennt er das Mitführen von Pyrotechnik.
Der Innenminister bestätigte die Darstellung der Polizei, wonach die Beamten zu einem Einsatz hinter der Nordwestkurve gerufen wurden, nachdem ein Ordner angegriffen wurde. Die Polizisten seien massiv angegriffen worden und mussten Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, bevor sie sich zurückzogen. Insgesamt wurden 57 Polizeikräfte verletzt.
Die Grünen kritisierten Posecks Bericht und warfen ihm vor, die Sicht der Fans komplett auszublenden. Sie fordern eine umfassende Aufklärung der Vorfälle und eine Klärung der Kommunikation zwischen der Polizei und Eintracht Frankfurt in Bezug auf die Einschätzung des Spiels als Risikopartie.
Eintracht-Fans und der Fanclub-Verband äußerten ebenfalls Kritik an dem Bericht des Innenministers. Sie betonten, dass die Darstellung der Polizei nicht der Realität entspreche und viele Fans Opfer unverhältnismäßiger Gewalt geworden seien.
Insgesamt zeigt dieser Fall die schwierige Situation rund um Fan-Ausschreitungen und Polizeieinsätze bei Fußballspielen auf. Eine transparente und objektive Aufarbeitung der Vorfälle ist notwendig, um Konflikte zu lösen und die Sicherheit bei Sportveranstaltungen zu gewährleisten.









