Verdi begrüßt Lufthansa-Angebot ab – aber neue Streiks sind möglich, warnt Journal Frankfurt

Tarifverhandlungen zwischen Verdi und Lufthansa nach Streik gehen weiter: Neue Warnstreiks möglich

Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa sind nach dem Streik am Flughafen Frankfurt noch immer nicht abgeschlossen. Ein neues Angebot des Luftfahrtkonzerns wurde von Verdi abgelehnt, was dazu führt, dass die Gewerkschaft nun gemeinsam mit den Belegschaften über weitere Schritte beraten wird. In einem Rundschreiben an die Mitglieder wurde betont, dass weitere Streiks nicht ausgeschlossen sind.

Konkret hatte die Lufthansa vorgeschlagen, die erste von zwei geplanten Tabellenerhöhungen um 4 Prozent vorzuziehen und die Inflationsausgleichsprämie schneller auszuzahlen. Trotzdem konnte keine Einigung erzielt werden, da Verdi die absoluten Höhe der Lohnsteigerungen kritisiert.

Der Streik des Bodenpersonals am Flughafen Frankfurt führte zu massiven Flugausfällen und betraf mehr als 100 000 Fluggäste. Die Lufthansa arbeitet an einem Sonderflugplan, um die Auswirkungen des Streiks zu minimieren. Die Forderungen der Gewerkschaft beinhalten unter anderem 12,5 Prozent mehr Gehalt und mindestens 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Auch die Piloten der Lufthansa-Tochter Discover Airlines sind in den Arbeitskampf eingetreten, um einen faireren Tarifvertrag zu erreichen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder zu einem dreitägigen Streik aufgerufen, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Lufthansa weiterentwickeln werden und ob es zu weiteren Streiks kommen wird. Passagiere sollten sich auf eventuelle Flugausfälle und Verzögerungen einstellen und sich regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.

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