„Der Krieg in der Ukraine: Ein Gespräch mit dem Friedensaktivisten Schwörer über Kriegstüchtigkeit und Diplomatie“
Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine an und der Krieg dauert nun bereits im dritten Jahr an. Viele Menschen sind mittlerweile kriegsmüde und sehnen sich nach einer friedlichen Lösung. Das JOURNAL sprach mit dem Friedensaktivisten Thomas Carl Schwörer über die Kriegstüchtigkeit und die Forderung nach mehr Diplomatie.
Schwörer betonte, dass die Friedensbewegung inzwischen noch weniger Verständnis für Waffenlieferungen hat, die den Krieg verlängern oder eskalieren könnten. Sie fordert einen Waffenstillstand und Verhandlungen, immer in Absprache mit der Ukraine. Es sei offensichtlich, dass Hunderttausende Menschen bereits gestorben sind und weder Russland noch die Ukraine realistische Chancen haben, den Krieg zu gewinnen. Die Friedensbewegung sieht die Lösung nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in Verhandlungen und einem offenen Dialog.
Die Gesellschaft hat sich laut Schwörer ebenfalls verändert, wie eine Umfrage unter Zwölftklässlern zeigte. Die große Skepsis gegen Militär und Krieg wurde dabei deutlich. Minister Boris Pistorius‘ Rhetorik zur Rechtfertigung des Hochrüstungskurses wird nicht von allen unterstützt, da sie dem Friedensgebot des Grundgesetzes widerspricht.
Schwörer betont die Bedeutung von diplomatischen Initiativen zur Beendigung des Krieges, während Experten zweifeln, ob Putin überhaupt verhandeln will. Die Bundesregierung müsse sich ernsthaft um Verhandlungen bemühen und nicht nur Druck auf Russland ausüben. Schwörer ruft dazu auf, zivile Konfliktprävention und soziale Verteidigung zu stärken, anstatt die Rüstungsausgaben weiter zu steigern.
Die Zukunft der Friedensbewegung sieht Schwörer trotz der schwierigen Lage positiv. Die Menschen werden weiterhin für Frieden und Gerechtigkeit eintreten, um weitere Opfer zu verhindern. Die Teilnahme an Demonstrationen steigt und der Ostermarsch wird zu einem wichtigen nächsten Schritt.
Es bleibt zu hoffen, dass die Stimmen der Friedensaktivisten Gehör finden und eine friedliche Lösung für den Konflikt in der Ukraine gefunden werden kann. Diplomatie und Dialog sind jetzt mehr denn je gefragt, um eine Eskalation des Krieges zu verhindern und den Menschen in der Ukraine eine Zukunft ohne Gewalt zu ermöglichen.









