Wenig Auswirkungen in Leipzig und Dresden: Neue Warnstreiks an Flughäfen

Streik am Flughafen: Flugausfälle und -verspätungen auch am zweiten Tag

Der Streik des Luftsicherheitspersonals an deutschen Flughäfen hat in den letzten beiden Tagen zu zahlreichen Flugausfällen und -verspätungen geführt. Allein am Donnerstag wurden fast 600 Flüge gestrichen, während am Freitag vor allem die Flughäfen Hannover und Karlsruhe/Baden-Baden betroffen waren. Insgesamt wurden seit Beginn des Ausstands über 662 Flüge gestrichen, was mehr als 100.000 Passagiere betrifft.

Interessanterweise beteiligten sich an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden nur sehr wenige Mitarbeiter an den Streiks. In Leipzig/Halle und Dresden legten jeweils 40 Beschäftigte die Arbeit nieder, was nur geringe Auswirkungen auf den Flugbetrieb hatte. Die meisten Mitarbeiter der Sicherheitsfirmen waren zur Arbeit erschienen, wodurch ein reibungsloser Ablauf gewährleistet war.

Es gibt jedoch Hoffnung für die Fluggäste, da eine Schlichtung zwischen Verdi und den Luftsicherheitsunternehmen in Aussicht steht. Verhandlungsführer Marvin Reschinsky äußerte sich optimistisch darüber, dass eine Einigung bis zum Ostersamstag erzielt werden könne, um einen Streik über die Osterfeiertage zu vermeiden.

Der Kern des Streiks liegt in den Tarifverhandlungen, in denen Verdi eine Stundenlohnerhöhung von 2,80 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fordert. Die Luftsicherheitsunternehmen haben bisher 2,70 Euro in drei Stufen angeboten, was zu keiner Einigung führte. Die Flughäfen selbst sind nicht direkt in den Verhandlungen involviert.

Die Entwicklung dieser Situation wird weiterhin aufmerksam verfolgt, da sie direkten Einfluss auf Reisende und den Luftverkehr in Deutschland hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Schlichtung zu einer Einigung führt und zukünftige Streiks vermieden werden können.

Quelle: MDR AKTUELL RADIO, 13. März 2024, 15:30 Uhr.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein