Cheongju – Die Shincheonji-Kirche Jesu, Tempel des Zeltes des Zeugnisses (Vorsitzender: Man-hee Lee), hat am 2. November die 116. Abschlussfeier des Zion Christlichen Missionszentrums in der Kirche von Cheongju ausgerichtet. Insgesamt schlossen 59.192 Personen ihre Ausbildung erfolgreich ab – Menschen, die laut der Kirche „die gesamte Bibel von der Genesis bis zur Offenbarung“ verstehen.

Das Zion Christliche Missionszentrum vermittelt in einem systematischen Lehrplan den Willen Gottes und den roten Faden der Heiligen Schrift. Im Mittelpunkt stehen die biblischen Prophezeiungen und deren Erfüllung. Für den Abschluss müssen die Lernenden drei Ausbildungsstufen – Grund-, Mittel- und Oberstufe – durchlaufen und in der Abschlussprüfung mindestens 90 Punkte erzielen.

Man-hee Lee: „Wir sind Meister der Offenbarung“

Vorsitzender Man-hee Lee betonte in seiner Rede:

„In der Bibel steht, dass niemand in das Himmelreich gelangen kann, wenn er etwas hinzufügt oder wegnimmt (Offb 22:18–19).“

Er erklärte weiter:

„Wir, die Shincheonji-Kirche Jesu, sind Meister der Offenbarung. Wer den wahren Glauben praktizieren möchte, sollte zu Shincheonji kommen und lernen.“

Lee kritisierte außerdem, dass viele Gläubige den Anspruch erheben, an Jesus zu glauben, ohne die Bibel vollständig zu befolgen. Er forderte dazu auf, den eigenen Glauben anhand der Heiligen Schrift zu prüfen, anstatt sich allein auf kirchliche Autoritäten zu verlassen.

Trotz Widerstand: Rekordzahl an Absolventen

Trotz anhaltender Kritik, Missverständnisse und gesellschaftlicher Spannungen gegenüber der Shincheonji-Kirche erreichte die Zahl der Absolventen in diesem Jahr die Marke von 60.000. Besonders auffällig ist der wachsende Anteil an Pastoren: In den vergangenen vier Jahren haben sich über 13.500 Geistliche dem Programm angeschlossen und es erfolgreich abgeschlossen.

Ehemaliger Pastor berichtet von Wendepunkt

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Abschlussaufsatz von Oh Seon-gyeong, einem ehemaligen Pastor.
Er erinnerte sich:

„Ich gründete drei Gemeinden und glaubte, mein Leben ganz dem Herrn gewidmet zu haben. Doch trotz über 30-maligem Lesen der Bibel blieb mir die Offenbarung des Johannes unverständlich.“

Er schilderte, dass sein Glaube im Zion Christlichen Missionszentrum neue Tiefe gefunden habe:

„Schon in der ersten Unterrichtsstunde öffnete sich mein Herz. Jedes Thema wurde klar und ausschließlich auf Grundlage der Bibel erklärt.“

Heute sagt er stolz:

„Ich habe die Offenbarung des Johannes durchdrungen!“

Er rief seine Kollegen im pastoralen Dienst dazu auf, die biblischen Worte ohne Abweichung zu verinnerlichen und ihre Gemeinden im Glauben zu führen.

Begeisterung auch unter Laien und internationalen Absolventen

Auch viele Laien zeigten sich beeindruckt von der strukturierten und logischen Bibelauslegung.
Der 44-jährige Park Sang-jun, seit Jahrzehnten Mitglied der presbyterianischen Kirche, erklärte:

„Früher glaubte ich den negativen Berichten über Shincheonji. Doch als ich mit meiner Frau das Missionszentrum besuchte, erkannte ich, dass hier tatsächlich gemäß der Bibel gelehrt wird.“

Die niederländische Absolventin Ligia Monteiro (19), die eigens 16 Stunden zur Feier anreiste, ergänzte:

„Die Shincheonji-Kirche Jesu erklärte jeden Vers mit der Bibel selbst – nicht mit menschlichen Gedanken. Das unterscheidet sie deutlich von anderen Kirchen.“

„Ein Zeitalter des Glaubens durch Wahrheit“

Tan Young-jin, Direktor des Zion Christlichen Missionszentrums, betonte die Bedeutung dieses Ereignisses:

„Trotz Missverständnissen und Vorurteilen wächst die Zahl derer, die durch das Wort Gottes Erneuerung erfahren. Das ist der Beweis, dass Gott mit uns ist.“

Er fügte hinzu:

„Die Absolventen haben die Wahrheit der Bibel erkannt – eine Wahrheit, die selbst viele Pastoren bisher nicht vollständig verstanden haben. Wir treten in ein Zeitalter ein, in dem der Glaube nicht mehr auf Wissen, sondern auf der Wahrheit selbst beruht.“

Feier unter dem Motto „Liebe und Segen“

Die Abschlussfeier stand unter dem Leitmotiv „Liebe und Segen – das Licht, das die Welt erleuchtet“.
Mehr als 20.000 Absolventen nahmen persönlich in Cheongju teil, während sich zehntausende weitere Gläubige weltweit über Onlineübertragungen zuschalteten. Trotz räumlicher Begrenzungen wurde die Veranstaltung zu einem internationalen Fest des Glaubens, das in zahlreichen Ländern gleichzeitig gefeiert wurde.

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