Besetzung des Berger Kinos in Frankfurt: Kulturort soll selbstverwaltet werden
Am Samstag wurde das leerstehende Berger Kino in Frankfurt-Bornheim von einem Kollektiv besetzt. Die Besetzerinnen und Besetzer haben es sich zum Ziel gesetzt, das Kino zu einem selbstverwalteten Kultur- und Begegnungsort zu machen. Die Aktion soll dazu dienen, auf den zunehmenden Verlust von Kulturorten in der Stadt aufmerksam zu machen und alternative Räume zu schaffen, die nicht dem Kapitalismus unterliegen.
Seit 2021 steht das Berger Kino leer, nachdem der Betreiber Harald Metz Insolvenz anmelden musste. Trotz eines Konzepts zur Weiterentwicklung des Kinos zu einem Kultur- und Kommunikationszentrum, das im Magistrat Begeisterung hervorrief, blieb die finanzielle Unterstützung aus. Das Kollektiv, als eine lose und offene Gruppe, möchte nun zeigen, wie es auch ohne viel Geld möglich ist, solche Vorhaben umzusetzen.
Das selbstorganisierte Kino bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Filmen, Theateraufführungen und Diskussionsveranstaltungen, die auf Spendenbasis stattfinden. Durch die Besetzung soll verhindert werden, dass das Kino dem Verfall preisgegeben wird und letztendlich einem kommerziellen Zweck dienen könnte.
Harald Metz, der weiterhin als Mieter agiert, hat zwar einen Strafantrag gestellt, signalisiert jedoch Bereitschaft zur Zusammenarbeit, vorausgesetzt das Kollektiv verlässt das Gebäude. Die Besetzer:innen lehnen jedoch einen solchen Deal ab und bleiben vor Ort, um für ihre Ideale zu kämpfen.
Die Aktion des Kollektivs zeigt deutlich den Willen, alternative Räume zu schaffen und gegen den Verlust von Kulturorten anzukämpfen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Besetzung weiterentwickeln wird und ob eine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden kann. Es ist wichtig, solche Initiativen zu unterstützen und Raum für Vielfalt und kulturellen Austausch zu schaffen, abseits von rein kommerziellen Interessen.









