Mein ältester Kunde: Eintracht Frankfurt

Die Bembel-Malerin von Frankfurt: Ein halbes Jahrhundert Tradition und Kreativität

Seit 50 Jahren bemalt Monika Maurer Bembel in Frankfurt Sachsenhausen – darunter auch für Eintracht Frankfurt. Mit ihrer Töpferei in der Wallstraße im Brückenviertel hat sie sich einen Namen gemacht und sich über die Jahre hinweg einen treuen Kundenstamm aufgebaut. In einem Interview mit dem JOURNAL sprach die 78-jährige Künstlerin über ihre Leidenschaft für das Töpfern, die Veränderungen im Einzelhandel und ihre Zukunftsaussichten.

Monika Maurer begann ihre Töpfer-Karriere auf Umwegen. Ursprünglich aus einer Konditorenfamilie stammend, war sie zunächst als Musikerin tätig und unterrichtete an verschiedenen Konservatorien. Erst durch ihren Mann, der sich für das Töpfern interessierte, kam sie zur Bemalung von Keramikgegenständen. Seitdem widmet sie sich mit Leidenschaft und Geschick der Kunst des Bemalens von Bembeln, Bechern und Schalen.

In ihrer Töpferei hat Monika Maurer im Laufe der Jahre viele Veränderungen in Sachsenhausen beobachtet. Von der einstigen Vielfalt an Apfelweinwirtschaften und Straßenfesten ist heute nicht mehr viel übrig. Die zunehmende Konkurrenz durch Online-Händler und steigende Betriebskosten machen es für den Einzelhandel immer schwerer. Dennoch ist Maurer optimistisch und setzt auf Durchhaltevermögen und Qualität, um sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können.

Trotz der Herausforderungen im Einzelhandel hat Monika Maurer eine treue Kundschaft aufgebaut, die ihre handbemalten Produkte schätzt. Neben Eintracht Frankfurt zählen auch internationale Kunden zu ihren Auftraggebern. Für die NFL hat sie sogar schon eine größere Bestellung von Bembeln erhalten. Mit ihrem Sohn, der mittlerweile im Betrieb mitarbeitet, plant sie auch die Zukunft der Töpferei. Sie möchte sich dabei weiterhin auf ihre Leidenschaft konzentrieren und solange wie möglich aktiv bleiben.

Monika Maurer ist ein Beispiel für eine Künstlerin und Unternehmerin, die mit Leidenschaft und Entschlossenheit ihren Weg geht. Trotz den Herausforderungen des Einzelhandels und des sich wandelnden Stadtteils bleibt sie optimistisch und voller Tatendrang. Ihre Geschichte zeigt, dass mit Engagement und Qualität auch in schwierigen Zeiten erfolgreich sein kann.

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